Montag, 24. Juni 2013

Erlebnisreiche Tage

Nun ist sie vorbei - unsere 725-Jahr-Feier im Ort. Viele Einwohner von Frankenau und Thalheim, aber auch viele Gäste machten unser Fest zu einem tollen Erlebnis. Die über ein Jahr dauernde Vorbereitung hat sich voll und ganz gelohnt. Allen Mitgliedern des Festkomitees, der Arbeitsgruppe Festumzug, allen Helfern, Teilnehmern und Sponsoren gebührt ein ganz großes Dankeschön. 



Was mich persönlich sehr gefreut hat ist, dass die Vorbereitung und Organisation des Festes gemeinsam mit Jung und Alt erfolgte. Und dies zog sich auch durch die gesamte Programmgestaltung. Es war so richtig ein Fest für die ganze Familie. 


Am Freitag, dem 21. Juni 2013, erfolgte um 19:00 Uhr die Eröffnung unseres Festes durch Oberbürgermeister Matthias Damm. Anschließend sorgten Disco und Programmeinlage mit Ritter Harras für gute Laune.




Der Sonnabend war dann so richtiger Familientag. Der "Neugierexpress" auf dem Festgelände bot einen Experimentier- und Stationsparcour für Kindergartenkinder und Schüler. Sportbegeisterte Besucher konnten beim Beachvolleyballturnier und beim Fußballspiel der 1. Frankenauer Mannschaft gegen die CFC Alte Herrenmannschaft auf ihre Kosten kommen. Tanzstudio
"step5", die Kindergartenkinder der "Kindervilla Krokuswiese" und die Gruppe "Biertakt“ sorgten im Festzelt für gute Stimmung. Daneben gab es noch verschiedene Schausteller, Kinderschminken, Stände mit Speisen und Getränken und selbstgebackenen Kuchen, so dass alle rundum versorgt waren. Am Abend fand Tanz mit "So fahr ich" und Feuerwerk statt.

Der Sonntag wurde durch einen Gottesdienst im Festzelt eröffnet. Anschließend spielten die Markranstädter Stammtischler zum Frühschoppen. Das Highlight des gesamten Festes war aber sicherlich unser Festumzug, am Festplatz moderiert von Hans Zorn aus Döbeln, der auch an allen drei Tagen für gute Laune mit seiner Disco sorgte. Die Einwohner hatten den Ort festlich geschmückt. Fast überall konnte man lustige Puppen vor den Häusern sehen. Nach dem Festumzug trat Martin Fischer noch im Festzelt auf und anschließend klang der Tag mit Discomusik aus.



Frankenau:


Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Frankenau wurde lt. Staatsarchiv Dresden auf das Jahr 1288 datiert. Diese Schrift ist in der Kirche Göhren enthalten und besagt, dass ein Ritter Otto von Schweda einen Kauf mit einem Bauern aus Frankenau beschließt. Thalheim wurde erstmals 1350 erwähnt. Frankenau ist der von Franken bewohnte Ort in der Aue und Thalheim ist das im Tal gelegene Dorf. Beide Orte gehörten zum Amt Rochlitz und wurden um 1170/80 von der Burg Rochlitz aus im Zuge einer großen Rodungs- und Siedlungsaktion gegründet.



Zum 01. Januar 1974 wurden Frankenau und Thalheim zu einer Gemeinde verschmolzen. Seit dem 01. Januar 1996 sind beide Dörfer Ortsteile der Stadt Mittweida.

Unser Festumzug führte mit 90 Einzelbildern durch die 725jährige Entwicklung.  Das Eröffnungsbild mit dem Blumenrad wurde vom Gartenbaubetrieb Jens Starke gestaltet. Anschließend sorgte der Zschopautaler Fanfarenzug für Stimmung, gefolgt von der Justitia, dem Ortswappen von Frankenau, Oberbürgermeister Matthias Damm und Ortsvorsteher für Frankenau und Thalheim Türk Lippmann.




 Im nachfolgenden Teil „Historische Entwicklung“ wurden Fürst Albrecht II, Landgraf von Thüringen und späterer Markgraf von Meißen, die Besiedlung Ende des 12. Jahrhunderts, die Pest – an der innerhalb eines Jahres 1632 bis 1633 allein 131 Menschen in unserem Ort starben, dargestellt. Das Rittergut Neusorge, wo bis 1840
Frankenauer und Oberthalheimer Bauern Frondienste leisten mussten, und auch die Mode vom Mittelalter bis zum Ende des 19. Jahrhunderts fehlten ebenfalls nicht im Festumzug. Drehorgelspieler und historische Postkutsche vollendeten diesen Abschnitt.




Die Kirche präsentierte eine Hochzeits-, eine Tauf- und eine Beerdigungsgesellschaft, sehr schön dargestellt mit Kutschen und Fußvolk. Den Abschluss bildeten die Posaunen.

 
Auch das Kriegsgeschehen ging an unserem Ort nicht spurlos vorüber. Im Festumzug dargestellt durch Bilder zum Ersten und Zweiten Weltkrieg mit Kriegsverletzten, Motorrädern und Sankra sowie Vertriebenen.


Historische Motorräder, auf einem Trabantanhänger altbekannte Gesichter vergangener Tage aus dem Arbeiter- und Bauernstaat, ein waschechter Vertreter der NVA incl. Fahrzeug rundeten den Teil „DDR“ ab.



Das Ottendorfer Brass- & Swingorchester sorgte zwischendurch auf einem Cabriobus des Regiobus Mittweida musikalisch für gute Laune. 

Durch den Trabiklub Altmittweida wurden einige liebevoll gepflegte Fahrzeuge vom Typ Trabant und ein B 1000 in den Festumzug eingegliedert. 



Die wilden 80er Jahre wurden durch 3 Mädels im Style der 80er Jahre auf Mopeds dargestellt.



Anschließend präsentierten sich im Teil „Handwerk“ historisch und neuzeitlich die Bewohner der ehemaligen
Wohnsiedlung des Steinzugwerks Bärensprung & Starke, die ehemaligen Mühlen von Frankenau und Thalheim, die Firma Elektro-Junge, das Baugeschäft Frank Wehner, Tischlerei und Möbelbau Lippmann und Schubert, Dachdecker Ronny Hahn und Zimmerei


Raik Nötzold, Fliesenlegermeister Frank Jochmann, Malerbetrieb Frank Neumann sowie Service-Rund-ums-Haus Matthias Albrecht.


 


Kindergarten und Schule bildeten den nächsten Abschnitt mit einem kunterbunt geschmückten Wagen der
Kindereinrichtung „Kindervilla Krokuswiese“. 

 


Weiterhin folgten die Darstellung von Schule früher und heute, unsere letzte 10. Klasse der Otto-Auerswald-Oberschule Frankenau und ein Wagen mit ehemaligen Lehrern der Schule in Frankenau. Die Wiederauer Blaskapelle bildete den Abschluss dieses Teiles.
 

Danach folgten Handel und Gewerbe im Ort. Es
präsentierten sich Gartenbau Starke, der ehemalige Konsum, die ehemalige Fleischerei und Gaststätte „Forsthaus“, Taxi und Busreisen Nowak GbR sowie Getränke- und Speisehof Isolde Nowak. Regiobus Mittweida präsentierte die Geschichte des öffentlichen Personennahverkehrs mit Bussen


 



Unsere Feuerwehr sorgte mit ihren historischen und neuzeitlichen Bildern im Festumzug und den kleinen Abkühlungen aus diversen Feuerwehrspritzen für viel Spaß
bei den Zuschauern. Auch die Alters- und Ehrenabteilung war vertreten sowie die befreundete Freiwillige Feuerwehr Pressbaum aus Österreich.
  
Den Abschnitt Vereine eröffnete der Karnevalsverein Mittweida – MKV – mit einem kleinen Ausschnitt aus seinem Programm. 

Anschließend konnte man die Mitglieder der Sportgemeinschaft Frankenau in verschiedenen Bildern, die die einzelnen Sportarten nachstellten, erleben, u. a. Saalfahrräder, Volleyball, Fußball,
Jugend. Eine der ältesten Mitglieder in der Sportgemeinschaft ergänzte das Bild im Oldtimer.
Der Modelsportclub Rochlitz, die Freizeitfußballer des 1. FC Matschass mit ihrem Blaue-Maus-Floß, die
 


 

DRK-Ortsgruppe, die Volkssolidarität Ortsgruppe, der Reit- und Fahrverein und der Männerchor zeugten davon, dass auch im Freizeitbereich im Ort viel passiert. 


Den Abschluss bildete der Bereich „Landwirtschaft“, eröffnet durch ein Gespann der Schwarzwälder Pferdezucht Johst. Es folgten die Jäger, historische Bauern mit ihren



Arbeitsgeräten und alter Technik, wobei es beim Stellen zum Umzug direkt noch zum Feuerwehreinsatz kam, da ein Heuwagen plötzlich in Flammen aufging. Glücklicherweise ist alles gut gegangen, so dass der Umzug wie geplant starten konnte. Beeindruckend war auch die moderne Technik von Agraset, auch die Darstellung der Ausbildung in der Landwirtschaft, die den Abschluss des Festumzuges bildeten.



Übrigens - man sollte es nicht glauben - gibt es doch tatsächlich Leute, die durch unseren Ort fahren und vor den Häusern dreist die schönen, mit viel Liebe gebastelten Puppen klauen. Geschehen heute: 24. Juni 2013!!!



Montag, 10. Juni 2013

Die Zauberflöte


Gut gelaunt und voller Erwartung stiegen wir am Sonntag, dem 09. Juni 2013, in den Bus Richtung Dresden. 7 Mitglieder unserer Ortsgruppe folgten der Einladung des Regionalverbandes zum Besuch der StaatsoperetteDresden, um dort gemeinsam mit anderen Teilnehmern Wolfang Amadé Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ zu hören und zu sehen.


Schade, dass so wenig Teilnehmer aus dem Mittweidaer Ortsgruppenbereich teilnahmen. Eigentlich war diese Tour speziell für diesen Bereich geplant. Ich möchte an dieser Stelle denen, die nicht teilnahmen, sagen: „Ihr habt wirklich etwas verpasst!“. 





Aber nun zum eigentlichen Geschehen. Im ersten Aufzug konnten wir erleben, wie Prinz Tamino sich in das Land der Königin der Nacht verirrte, auf den Vogelfänger Papageno trifft und von den drei Damen der Königin in deren Auftrag mit der Rettung ihrer Tochter Pamina, in die er sich anhand eines Portraits unsterblich verliebte, beauftragt wird. Die drei Damen überreichen Tamino eine Zauberflöte und Papageno ein magisches Klockenspiel, die vor allen Gefahren schützen sollen. Pamina befindet sich derweil als Gefangene auf Sarastros Burg, versucht zu fliehen, wird aber vom Mohren Monostatos wieder eingefangen. Am Ende des ersten Aufzuges, nach gegenseitiger Suche der beiden Liebenden, begleitet von Klängen aus Taminos Zauberflöte und Papagenos Panflöte, und anschließender Gefangennahme erscheint der Priester Sarastros, der anweist, dass Tamino, Papageno und Pamina in den Tempel der Prüfung geführt werden.

Im zweiten Aufzug müssen sich Tamino und Pamina den Prüfungen der Eingeweihten unterziehen. Die erste Prüfung, das Schweigegelübde für Tamino und Papageno war nicht einfach zu bestehen. Vor allem Papageno hatte seine liebe Not damit. Doch die Aussicht auf eine Frau überzeugte ihn letztendlich. Die Königin der Nacht hatte sich inzwischen Zutritt zum Tempel verschafft und verfolgte Mordpläne gegen Sarastro, um ihm den „Siebenfachen Sonnenkreis“ und damit die Quelle der Macht zu entreißen. Während der zweiten Prüfung, das Schweigegelübde galt noch immer, wurde Pamina von den Klängen Taminos Zauberflöte herbeigerufen. Da er nicht spricht, fühlt sie sich nicht mehr geliebt und möchte sterben. Papageno indessen macht Bekanntschaft mit einer alten Frau, die behauptet erst 18 Jahre zu sein und einen Liebhaber namens Papageno zu haben. Sie entlockt ihm ein Heiratsversprechen und als er zustimmte verwandelt sich die hässliche Alte in die hübsche Papagena, wird jedoch durch die Priester sofort wieder von Papageno getrennt.
Während der dritten Prüfung, die Tamino mit Hilfe der Zauberflöte besteht, müssen sich die Liebenden einer Feuer- und Wasserprobe unterziehen. Anschließend ziehen sie in den Tempel der Isis ein. Papageno, der vergeblich nach seiner Papagena suchte, fasst den Entschluss, sich umzubringen. Er unternimmt auf Anraten der drei Knaben jedoch noch den Versuch, Papagena mit Hilfe seines Glockenspiels herbeizulocken. Am Ende liegen sich Papageno und Papagena auch in den Armen.

Ein Besuch der Staatsoperette Dresden ist sehr zu empfehlen. Danke auch dahin für die freundliche Unterstützung bei der Bilderwahl. Danke unserer Reiseleiterin Eva Beckmann fürs organisieren und die Betreuung während der Fahrt. Das wird auf alle Fälle für uns nicht die letzte gemeinsame Fahrt gewesen sein.

Fotos: Pressearchiv Staatsoperette Dresden (Stephan Floß, Kai-Uwe Schulte-Bunert)

Donnerstag, 6. Juni 2013

Wo Kräuter auf Hexen treffen


Ja, wo Kräuter auf Hexen treffen gibt es Kräuterhexentreffen. So bei uns am 31. Mai 2013.

17 Hexen in Bestform - sprich: unheimlich neugierig, was da auf sie zukommt. Wir hatten als Treffpunkt unseren Speisehof Nowack ausgesucht.

Unsere Apothekerin, Frau Hellbach, gab zu Beginn wieder eine kleine Einführung in die Kräuterkunde.



Man konnte einzelne Kräuter betrachten, probieren und riechen.



 
Frau Hellbach hatte sich wieder selbst übertroffen. So viele Pflanzen hatte sie mit, dass jeder  die Gelegenheit hatte, sich eingehend mit diesen zu befassen.












Und dann kam der Hauptteil der Veranstaltung - das Ausprobieren von Kräuterrezepten.






















Alle waren gut vorbereitet und ausgerüstet. Dank der Gruppeneinteilung durch Alice Hesselbarth stand sich niemand im Weg und jeder hatte die Möglichkeit, sich in die Verarbeitung der Zutaten einzubringen.



Das Ergebnis konnte sich sehen lassen und hat bei der anschließenden Verkostung große Zustimmung gefunden. Eigentlich wollten wir ja noch was mit nach Hause nehmen, aber fast alles wurde an Ort und Stelle weggeputzt. Es schmeckte aber auch zu gut.


Auf alle Fälle werden wir das wiederholen, war die einhellige Meinung am Ende der Veranstaltung.

Mein persönlicher Favorit war folgendes Rezept:

Gänseblümchen - Käse - Brotaufstrich

Zutaten:
60 g Doppelrahmfrischkäse
20 g Crème fraîche
Knoblauch (frisch gepresst oder Pulver)
Salz und Pfeffer
1 Prise Zucker
20 Köpfe Gänseblümchen, gewaschen und fein gehackt
1 ml Limettensaft

Zubereitung:
Alle Zutaten, bis auf die Gänseblümchen, gut durchixen. Die Gänseblümchen unterheben. 2 Stunden ziehen lassen und abschmecken mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer.


Ganz herzlich bedanken möchten wir uns bei Apothekerin Christine Hellbach von der Sonnen-Apotheke Mittweida für die super Gestaltung der Veranstaltung. Und natürlich gilt auch unser ganz besonderer Dank Isolde Nowack vom Getränke- und Speisehof Nowak in Frankenau, die es uns ermöglichte, ihren Speiseraum in eine Kräuterküche zu verwandeln.