Freitag, 12. April 2013

Leb wohl, liebe Roswitha!

Wir haben heute, am 12. April 2013, Roswitha Meyer die letzte Ehre erwiesen. Mir ist schwer ums Herz und es fällt mir nicht leicht, das hier zu schreiben.

Roswitha Meyer, geboren am 27.09.1950 - gestorben am 31.03.2013 - nein, das hast Du nicht verdient, so früh aus dem Leben zu scheiden.

Du warst mit Freude dabei, als es darum ging, unsere Volkssolidarität Ortsgruppe neu zu gründen. Hast dich gemeinsam mit Deinem Mann Peter jederzeit für unsere Belange ins Zeug geworfen, damit unser Vereinsleben interessant sein konnte. Gemeinsam mit den anderen Gründungsmitgliedern haben wir viel erreicht. Ich denke gern noch an so manche Episode zurück, wo wir gemeinsam um Teilnehmer gezittert, über lustige Begebenheiten gelacht aber auch dort wo es nötig war, geholfen haben.

Weißt du noch, Roswitha, als wir die Weihnachtsfeier mit Franziska Fischer hatten? Bis zur letzten Stunde haben wir gezittert, ob Franziska auch kommt. "Marina", hast du gesagt, "die Blamage, wenn die  Franziska nicht erscheint! Der Saal ist voll, die Leute voller Erwartung! Mir ist ganz schlecht - ich glaub, ich geh nach Hause.". Ich darauf: "Roswitha, Franzi hat zugesagt über EMail, sie wird da sein!". "Ich versteh nicht, wie du dabei so ruhig bleiben kannst!", meintest Du. Und Franzi war da - ich hörte richtig, wie bei dir die Steine vom Herz auf den Boden rumpelten. 

Um unsere Seniorenweihnachtsfeiern zu organisieren sind regelmäßig Spendengelder erforderlich. Wir sind halt nur eine kleine Ortsgruppe, das gibt es keine finanziellen Rücklagen, die das stemmen können. Du warst immer mit an erster Stelle, wenn es darum ging, dafür Spenden zu sammeln.

Roswitha, wir hatten immer gehofft, dein Gesundheitszustand könnte sich bessern. Du bist von einem Arzt zum anderen - aber keiner konnte dir so richtig helfen. Bis dann, als man dich zur Kur schickte, die tödliche Diagnose ALS gestellt wurde. Anfangs konnten wir uns noch einigermaßen verständigen - ich konnte dir von den Lippen ablesen, was du meintest. Doch die Krankheit schritt so schnell voran, dass auch das später nicht mehr möglich war. Dein Peter hat sich liebevoll um dich gekümmert - dem zolle ich hohen Respekt. Wir haben uns alle gewünscht, dass es sich zum Guten wendet. Aber dem sollte nicht sein.

Roswitha, ich möchte Dir noch mit auf deine letzte Reise geben, dass wir alle Dich in guter Erinnerung behalten werden. Wir wünschen Dir, dass du nun, befreit von Deinem Leid, in Frieden ruhen kannst. Meine Enkel haben immer zum Himmel zu den Wolken geschaut und gefragt, auf welcher Wolke Opa Herbert und Oma Lia sitzen und uns zuschauen. Vielleicht sitzt du ja jetzt auch da oben mit und wachst über deine Lieben und schaust, was wir hier so treiben - vielleicht ......


Samstag, 9. März 2013

Warum ich zum Frauentag fast Herzstillstand hatte

Internationaler Frauentag 2013 - einer Tradition unserer Ortsgruppe folgend, wollten wir auch dieses Jahr den Internationalen Frauentag gemeinsam feiern. Da ich jedoch noch stark in die Vorbereitung der 725-Jahr-Feier im Juni diesen Jahres eingebunden bin, hatte ich die Organisation mehr oder weniger in die Hände meiner Vorstandsmitglieder gelegt. Hat auch super geklappt - ABER:

Es hatten sich 33 Teilnehmer vorab gemeldet. "Für unseren Ort ganz gut" dachte ich. Doch dann blieb mir das Herz fast stehen. Es kamen so viele Besucher zu unserer Veranstaltung, dass mir Angst und Bange wurde. Insgeheim dachte ich an das Märchen, wo der Topf immer weiter überkocht und nur noch der Spruch "Töpfchen steh" half. Während meine Hauptkassiererin sich als Platzanweiserin engagierte plante ich mit der Wirtin fix die Plätze um. Da wurden noch Stühle geholt und weitere Tische dazu gestellt. Am Ende waren 52 Personen - zwar etwas eng - aber glücklich platziert.

Dem Anlass angepasst hatte ich eine kleine Rede zum Internationalen Frauentag vorbereitet. Dieses Jahr widmete ich sie der Bedeutung des Internationalen Frauentages in heutiger Zeit.

Für die Musik sorgte Frank Vogt aus Mittweida, der das richtige Gespür hatte, was die Teilnehmer hören wollten. Mit seinen frech, fröhlichen verbalen Zwischeneinlagen hatte er die Lacher auf seiner Seite. Und getanzt wurde allemal gern.

Den zweiten Herzstillstand hätte ich fast gehabt, als eine Besucherin einen Schwächeanfall erlitt und ich den Notarzt rufen musste. Ich habe mich dann spät am Abend noch erkundigt wie es ihr geht und mir wurde gesagt, dass sie wieder den Umständen entsprechend wohlauf sei. Da fiel mir dann doch ein Stein vom Herzen.

Da der Tag so prima gelaufen war, haben wir nach kurzer Umfrage unter den Teilnehmern kurzerhand Frank Vogt für nächstes Jahr wieder gebucht. Die ersten Anmeldungen dafür habe ich auch schon entgegen genommen.

Am Ende der Veranstaltung sammelte dann mein persönlicher Fahrer die Frauen noch auf, deren Männer vergessen hatten, sie abzuholen. Aber so wusste ich alle wieder sicher zu Hause.

Danke an Frank Vogt für die klasse Unterhaltung, an Holger und Gudrun Teweleit und ihr Team für die gute Betreuung und an die Helfer und Vorstand unserer Ortsgruppe für ihren Einsatz bei der Bewerbung und Organisation der Veranstaltung.

Wenn Männer zur Diva werden

Wir hatten das Glück, 5 der begehrten Karten für Dresdens erstes Travestie Revue Theater zu ergattern. Organisiert wurde die Fahrt nach Dresden durch den Reiseklub der Volkssolidarität. Eigentlich hatten wir bei der Sache noch Glück, wir waren die ersten hier im Mittweidaer Bereich, die informiert wurden. Tja, man musste schnell sein - es gab nur "ja" oder "nein" zur Teilnahme. Die, die unentschlossen waren, hatten wirklich was verpasst.

Da wir etwas früher da waren, sind wir erstmal in Pfunds Molkerei zum Kaffeetrinken gegangen. Hätten wir uns sparen können. Als dann endlich Einlass war nahmen wir an gedeckten Kaffeetafeln Platz. Kaffee und Erdbeer- oder Apfelkuchen - je nach Geschmack - waren köstlich. Glück hatte, wer mit Partner da war, konnte man von jeder Sorte Kuchen kosten, wenn der Partner teilte.


Ja und dann ging's zur Sache. Ich hatte vorsichtshalber den besten Ehemann der Welt schon mal etwas in die Mitte der Tafel platziert und somit in Sicherheit gebracht, da ich schon ahnte, was kam. Das ganze Theater war bis auf den letzten Platz gefüllt, aber zwei Männer aus UNSERER Reisegruppe waren als Showpartner ausgewähltes Ziel, natürlich auch einer aus unserer Ortsgruppe. Aber ich muss sagen, er hat sich tapfer beim tanzen und Hüften schwingen geschlagen. Leider ist fotografieren dort nicht erlaubt, ich hätte zu gern ein Foto gemacht.

Wir erlebten eine glamouröse Revue mal life und das noch aus der ersten Reihe, direkt an der Bühne. Ich hätte mein Leben dafür verwettet, dass zwischen den ganzen Männern eine Frau war. Jedoch beim Abschminken vorm Publikum am Ende der Show musste ich feststellen, dass ausnahmslos nur Männer uns frech und frivol aber auch tiefsinnig, emotional und leidenschaftlich unterhielten.

Carte Blanche - Dresdens erstes Travestie Revue Theater - auf alle Fälle einen Besuch wert. Da ich keine Fotos schießen konnte hier der Link für weitere Informationen: Carte Blanche


Samstag, 9. Februar 2013

Schmerzen?

24 Teilnehmer waren unserer Einladung zum Vortrag von Frau Dr. Schneider gefolgt.

Frau Dr. med. Eva Schneider ist seit 1990 in der Schmerztherapie tätig und gehört dem Schmerztherapeuten Sachsen e.V. an. Sie ist tätig als Fachärztin für Anästhesiologie/Spezielle Schmerztherapie/Akupunktur, Zusatzbezeichnung Palliativmedizin im Medizinischen Versorgungszentrum Mittweida der Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH. Gleichzeitig ist sie auch Leiterin des MVZ.

"Schmerz ist immer das, was der Patient als Schmerz angibt, und was er als Schmerz definiert. (Mc Caffery 1983)"

Wir konnten einen sehr interessanten Vortrag hören über Möglichkeiten und Grenzen spezieller Schmertherapie. Frau Dr. Schneider erläuterte sowohl die Arten von Schmerzen als auch deren Behandlung. Sie sprach u. a. über Schmerzanalyse,  Möglichkeiten der Behandlung, Wirkung und Nebenwirkung von Medikamenten, Eigenaktivität zur Schmerzbewältigung, die Verbindung von Körper und Seele bei der Wahrnehmung und Behandlung von Schmerz sowie Besonderheiten bei älteren Menschen.

Wir bedanken uns nochmals an dieser Stelle für den äußerst interessanten Vortrag bei Frau Dr. Schneider.