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Donnerstag, 25. April 2013

Was haben Senioren der Volkssolidarität mit Japanern gemeinsam?


Wenn wir früher unterwegs waren, lachten wir immer über die japanischen Touristen. Es heißt ja immer, die machen ihre Sightseeingtouren im Schnelldurchlauf. Das liegt sicherlich daran, dass den Japanern nur wenig Urlaubszeit zur Verfügung steht und diese straff durchorganisiert wird, um in der begrenzten Zeit viel zu sehen. 

Wir kamen uns zum Frühlingstreffen Plzen 2013 auch etwas wie Japaner vor. Meinte eine ältere Dame zu mir: „Mir tun meine Beiiiiine weh, sooo viel zu laufen und sooo viel zu sehen!“ „Ja haben Sie sich denn das Programm vorher nicht angesehen?, frug ich. „Doch, das schon – aber ich hätte nicht gedacht, dass das so anstrengend ist.“ Na ja, überlegte ich, wir sind ja auch keine japanische Touristen sondern deutsche Senioren. Ausruhen kommt nach dem Urlaub.

Aber mal meine Reisebeschreibung von Anfang an! Gut organisiert war wieder die Anreise am 18. 04. 2013 nach Plsen. Wir hatten ja Glück, wurden am späten Vormittag mit dem Taxi nach Freiberg zum Bus gebracht. Freudige Überraschung, da standen an der Bushaltestelle auch einige Mitreisende, die wir von früheren Reisen kannten. Der Bus kam aus dem hohen Norden und war gut gefüllt. Ein angenehmes Reisen ist es schon mit Becker-Strelitz Reisen, dem Reiseklub für die Volkssolidarität. Öfter kleine Pausen zum Beine vertreten oder gewissen Bedürfnissen nachzugehen wie etwa einen Imbiss einnehmen usw.

In Plsen angekommen, waren wir angenehm überrascht vom Hotel "Primavera" . Ich hatte mich ja schon vorab im Internet informiert und war glücklich, dass das Hotel kostenlos Internetanschluss bot. Meine (Reise-)Welt war gerettet. Koffer fix ins Zimmer gestellt und erst einmal das Restaurant für’s Abendessen suchen. Über das Essen konnte man nicht meckern, es war zwar für sächsische Verhältnisse etwas ungewohnt, aber trotzdem nicht schlecht. Jedoch bin ich immer noch am überlegen, ob das nun richtige tschechische Küche war. Ich hatte da so eher an „Kneedeln“ gedacht, aber die gab es überhaupt nicht. Der Abend verlief ruhig. Koffer auspacken, Internetanschluss checken, Email’s lesen, nachsehen, was bei Facebook los ist und noch fix über WhatsApp den Kindern mitteilen, dass wir gut angekommen sind.


Freitag, 19.04.2013 – es war ein Halbtagsausflug mit Stadtbesichtigung von Plsen geplant. Da ich als Nachtmensch früh schlecht aufstehe stellte ich mir vorsichtshalber den Wecker auf 7:00 Uhr. Da kann man noch so gemütlich eine viertel Stunde im Bett dösen, dachte ich. Aber ich hatte nicht mit dem besten Ehemann der Welt gerechnet, der mich aus dem Bett stieß und meinte, ich würd immer so lange im Bad brauchen, ich soll mich mal gefälligst beeilen. Also beeilte ich mich. Wir haben es auch geschafft, vor 8:00 Uhr im Restaurant zum Frühstück zu sein. Oh je – Schlangenbildung am Frühstücksbuffet. Ich guck ihn (den besten Ehemann der Welt) an – er guckt mich an – beide schütteln wir mit dem Kopf und sind uns einig – morgen gehen wir später zum Frühstück.

Mit dem Bus fuhren wir in die Innenstadt von Plsen. Unsere Reiseleiterin führte uns zur Bartholomäus-Kathedrale mit dem höchsten Kirchturm Tschechiens, durch die Altstadt und zur zweitgrößten Synagoge Europas. Und dann – das Highlight des Tages – die Besichtigung der Pilsner Urquell Brauerei. Wir lernten u. a. etwas über die Geschichte des Pilsner Urquell Lagerbiers, seine Herstellung, erfuhren, dass derzeit 120.000 Flaschen pro Stunde abgefüllt werden. Und dann kam der krönende Abschluss – die Verkostung des unfiltirerten und nicht pasteurisierten Pilsner Urquell direkt vom Eichenholz-Lagerfass.

Auf dem Weg zum historischen Brauereikeller war es etwas feucht. Vor mir lief ein älteres Ehepaar, als plötzlich der ältere Herr ins Stolpern kam, ich geistesgegenwärtig meine Arme hinter ihm ausbreitete und ihn in selbige nahm. Seine Frau entschuldigte sich bei mir für ihn – er meinte jedoch „Das war aber nicht unangenehm!“. Na ja!

In Ermangelung eines großen Bechers für Bier haben wir uns zwei kleine einschenken lassen. Alles japanisch schnell getrunken und weiter, die nachfolgende Reisegruppe wartete schon.


Sonnabend – 20.04.2013 – Ausflug nach Pribram. Wir besuchten den heiligen Berg (Svatá Hora), der bekannteste und berühmteste Marienwallfahrtsort in Böhmen. Es handelt sich um eine typische barocke Anlage mit vier zu einem Rechteck zusammengeschlossenen Umgängen. In deren Mitte befindet sich die Marienkirche.

Seit über 330 Jahren bildet der Svatá Hora ein majestätisches Panorama über der alten Bergbaustadt Pribram, die unser nächstes Ziel war. Wir besuchten das Bergbaumuseum, wo uns die harte und gefahrvolle Arbeit der Bergleute näher gebracht wurde.




Dieser Stuhl ist kein SM-Relikt, wie man meinen könnt. Nein, es ist ein Stuhl, mit dem verletzte Bergleute gerettet wurden.

Während wir in Pribram waren, wurde am Abend erzählt, besuchten andere Reiseteilnehmer nochmals Plsen. Als Verkehrsmittel diente der Oberleitungsbus, der direkt bis in die Stadt hineinfuhr. Alles problemlos, so dachte man sich. Allerdings stellte sich die Rückfahrt problematischer dar. Da hatte doch glatt wer die Bushhaltestelle geklaut. An der Stelle, wo sie vorher war, war eine riesige Baustelle. Wie kommt man ins Hotel? Nun ja, es gab verschiedene Möglichkeiten. Ein Ehepaar wandt sich an die Policie (Polizei). „Folgen Sie mir!“ – hieß es da. Ein anderes Ehepaar wandt sich an Einheimische, die der deutschen Sprache mächtig waren – die hatten Glück, wurden mit dem PKW direkt zum Hotel gebracht. Aber eine ältere, allein reisende Dame lies sich nicht aus dem Konzept bringen. Schaute sich in aller Ruhe um und fand in einer Nebenstraße die richtige Haltestelle für den Bus zurück ins Hotel.

Irgendwann am Abend teilte mir mein Smartphone-Betreiber höflich mit, dass mein Day Pack EU verbraucht ist und ich jetzt gedrosselt surfen muss, es sei denn, ich nehme ein anderes Angebot zum ungedrosselten Surfen in Anspruch. Ok – dann eben gedrosselt – muss auch gehen.

Am Sonntag, dem 21.04.2013, wurde ein Ausflug in das böhmische Bäderdreieck geplant. Gleich zu Beginn wurden wir in die Karlsbader Kräuterlikörfabrik „Becherovka“ geführt. Ab jetzt kann sich jeder schon vorstellen, wie das endete – mit einer Verkostung. Ich habe natürlich alle 4 Sorten probiert: KV14, Cordial, Becherovka Lemond und Becherovka Original. Seltsamerweise verspürte ich gar keine Nebenwirkungen, die mich sonst immer bei Hochprozentigem befallen. Ich muss einen guten Tag gehabt haben. Am besten hat mir übrigens der Original geschmeckt.


Der anschließende Besuch der Glas- und Kristallmanufaktur „Moser“ hätte aus dem Programm gestichen werden können. Im Schnelldurchgang durch die Produktion und genau so schnell wieder aus den Verkaufsräumen heraus – die Preise waren nicht seniorengerecht. Zumindest für uns nicht.
Wir lernten noch Marienbad kennen und wurden dort mit einem Kaffeegedeck überrascht.

Am Abend erwartete uns das Brauereirestaurant „Na Spilce“ mit böhmischen Traditionen. Es gab böhmische Blasmusik. Hurvinek und Spejbl führten tiefschürfende Diskussionen, die für Lachsalven sorgten. Aber es gab wieder keine Kneedel.



Am letzten Tag unseres Aufenthaltes, 22.04.2013, lernten wir das Ende des 18. Jahrhunderts erbaute Schloss Kozel (zu deutsch Waldschloss), eines der meist besuchten Schlösser Westböhmens, kennen. Die Innendekoration war sehr interessant. Sie stammte vom Prager Maler und Dekorateur Antonin Tuvora. Er schmückte die meisten Räume mit der Al secco-Technik aus. Dabei wird die Malerei auf den trockenen und nicht wie bei al fresco auf den noch feuchten Putz aufgebracht.


Anschließend besichtigten wir die Sektkellerei Bohemia – wieder mit Verkostung, war ja klar.

Am Abend fand die Abschlussveranstaltung zum Frühlingstreffen mit Tanzmusik im Hotel statt.

Dienstag, 23.04.2013, Abfahrt nach Hause. Fröhliches Winken von und zu den VIP’s der Reise – Herrn Leu, Geschäftsführer Becker-Strelitz Reisen mit Gattin und Herrn Dr. Frank-Michael Pietzsch, Vizepräsident des Bundesvorstandes der Volkssolidarität und Vorsitzender der Volkssolidarität Landesverband Thüringen e.V. mit Gattin.

Danke an Marcel Walther und Busfahrer Klaus von Becker-Strelitz-Reisen und die beiden Reisebegleiterinnen Regina Hartmann und Annemarie Linse für die Betreuung während des Frühlingstreffens. Wir fahren gern mit euch.

Samstag, 9. März 2013

Warum ich zum Frauentag fast Herzstillstand hatte

Internationaler Frauentag 2013 - einer Tradition unserer Ortsgruppe folgend, wollten wir auch dieses Jahr den Internationalen Frauentag gemeinsam feiern. Da ich jedoch noch stark in die Vorbereitung der 725-Jahr-Feier im Juni diesen Jahres eingebunden bin, hatte ich die Organisation mehr oder weniger in die Hände meiner Vorstandsmitglieder gelegt. Hat auch super geklappt - ABER:

Es hatten sich 33 Teilnehmer vorab gemeldet. "Für unseren Ort ganz gut" dachte ich. Doch dann blieb mir das Herz fast stehen. Es kamen so viele Besucher zu unserer Veranstaltung, dass mir Angst und Bange wurde. Insgeheim dachte ich an das Märchen, wo der Topf immer weiter überkocht und nur noch der Spruch "Töpfchen steh" half. Während meine Hauptkassiererin sich als Platzanweiserin engagierte plante ich mit der Wirtin fix die Plätze um. Da wurden noch Stühle geholt und weitere Tische dazu gestellt. Am Ende waren 52 Personen - zwar etwas eng - aber glücklich platziert.

Dem Anlass angepasst hatte ich eine kleine Rede zum Internationalen Frauentag vorbereitet. Dieses Jahr widmete ich sie der Bedeutung des Internationalen Frauentages in heutiger Zeit.

Für die Musik sorgte Frank Vogt aus Mittweida, der das richtige Gespür hatte, was die Teilnehmer hören wollten. Mit seinen frech, fröhlichen verbalen Zwischeneinlagen hatte er die Lacher auf seiner Seite. Und getanzt wurde allemal gern.

Den zweiten Herzstillstand hätte ich fast gehabt, als eine Besucherin einen Schwächeanfall erlitt und ich den Notarzt rufen musste. Ich habe mich dann spät am Abend noch erkundigt wie es ihr geht und mir wurde gesagt, dass sie wieder den Umständen entsprechend wohlauf sei. Da fiel mir dann doch ein Stein vom Herzen.

Da der Tag so prima gelaufen war, haben wir nach kurzer Umfrage unter den Teilnehmern kurzerhand Frank Vogt für nächstes Jahr wieder gebucht. Die ersten Anmeldungen dafür habe ich auch schon entgegen genommen.

Am Ende der Veranstaltung sammelte dann mein persönlicher Fahrer die Frauen noch auf, deren Männer vergessen hatten, sie abzuholen. Aber so wusste ich alle wieder sicher zu Hause.

Danke an Frank Vogt für die klasse Unterhaltung, an Holger und Gudrun Teweleit und ihr Team für die gute Betreuung und an die Helfer und Vorstand unserer Ortsgruppe für ihren Einsatz bei der Bewerbung und Organisation der Veranstaltung.

Samstag, 9. Februar 2013

Schmerzen?

24 Teilnehmer waren unserer Einladung zum Vortrag von Frau Dr. Schneider gefolgt.

Frau Dr. med. Eva Schneider ist seit 1990 in der Schmerztherapie tätig und gehört dem Schmerztherapeuten Sachsen e.V. an. Sie ist tätig als Fachärztin für Anästhesiologie/Spezielle Schmerztherapie/Akupunktur, Zusatzbezeichnung Palliativmedizin im Medizinischen Versorgungszentrum Mittweida der Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH. Gleichzeitig ist sie auch Leiterin des MVZ.

"Schmerz ist immer das, was der Patient als Schmerz angibt, und was er als Schmerz definiert. (Mc Caffery 1983)"

Wir konnten einen sehr interessanten Vortrag hören über Möglichkeiten und Grenzen spezieller Schmertherapie. Frau Dr. Schneider erläuterte sowohl die Arten von Schmerzen als auch deren Behandlung. Sie sprach u. a. über Schmerzanalyse,  Möglichkeiten der Behandlung, Wirkung und Nebenwirkung von Medikamenten, Eigenaktivität zur Schmerzbewältigung, die Verbindung von Körper und Seele bei der Wahrnehmung und Behandlung von Schmerz sowie Besonderheiten bei älteren Menschen.

Wir bedanken uns nochmals an dieser Stelle für den äußerst interessanten Vortrag bei Frau Dr. Schneider.




 

Montag, 21. Januar 2013

Unsere Veranstaltungen im 1. Halbjahr 2013


Start ins neue Jahr


Am 17. Januar 2013 starteten 14 Mitglieder der Ortsgruppe mit der Jahreshauptversammlung ins Jahr 2013. Als Gast konnten wir Frau Silke Schönherr, Stellv. Geschäftsführerin des Volkssolidarität Regionalverband Freiberg e.V. begrüßen.

Nach erfolgter Rechenschaftslegung erhielt der Vorstand für seine im Jahr 2012 geleistete Arbeit Entlastung. Danach erfolgte die Wahl weiterer Vorstandsmitglieder. Der neue Vorstand setzt sich somit jetzt zusammen aus

Marina Schlenzig - Vorsitzende
Alice Hesselbarth - Hauptkassiererin
Doris Käubler - Stellv. Vorsitzende
Peter Meyer - Stellv. Vorsitzender


Anschließend wurden Jahresarbeitsplan und Finanzplan 2013 durch die anwesenden Mitglieder einstimmig bestätigt.