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Samstag, 23. September 2017

Kottenheide 2017 - Ein Reisebericht -


Eine sehr schöne Reise erlebten wieder Mitglieder der Volkssolidarität Ortsgruppen Erlau und Frankenau vom 18. – 22. September 2017 nach Kottenheide.

Am Anreisetag wurden wir mit kräftigem Glockenschlag im Örtchen Kottenheide begrüßt. Dazu gab es eine kleine Flasche Glockenöl die beim Trinken runterlief wie Öl – schon mal ein guter Start.

Der Dienstag war dem Besuch des Korbmuseums in Michelau vorbehalten. Wir erfuhren in einer kleinen Vorführung etwas zur Geschichte des Deutschen Korbmuseums. 

Uns wurde vorgeführt, wie das Geflecht entsteht und welches Material, Maschinen, Geräte sowie Werkzeuge zum Einsatz kommen. In den insgesamt 26 Räumen des Museums konnten wir eine Vielzahl Ausstellungsstücke bewundern, die so manchem ein Staunen abrangen. Neben europäischen Flechtarbeiten gab es auch ausgestelltes afrikanische, asiatische und amerikanisches Flechtwerk, Kinderwagen, Spielzeug, Korbmöbel uns vieles mehr. Natürlich konnte man auch Körbe, Schalen usw. käuflich erwerben.














Am Mittwoch besuchten wir Wernesgrün, unternahmen eine Kremserfahrt und konnten dann im Gutshofrestaurant Kaffee trinken und leckeren frischen Kuchen genießen. Besonders imposant fanden wir die für die Kutschfahrt eingesetzten Pferde. Es handelte sich um die edle Kaltblutrasse Percheron. Unser Kutscher erklärte uns, dass die meisten Percherons Schimmel sind. Die für das Wernesgrüner Traditionsgespann sowie die Kremserfahrten verwendeten Percherons sind allerdings Rappen, die man bei einem Züchter in Frankreich kauft.










Der Donnerstag führte uns eine Rundfahrt durch das Vogtland zur Plauener Spitzenmanufaktur C.R. Wittmann GmbH & Co. KG nach Brockau. Der Geschäftsführer, Herr Dietz, hielt einen äußerst interessanten Vortrag über die Entstehungsgeschichte der Plauener Spitze und die bewegende Geschichte dieser Manufaktur. Wir hätten ihm gern noch länger zugehört, da seine Erzählung auch ein Teil seiner Lebensgeschichte war und er es super verstanden hat, alles lebendig und interessant den Zuhörern nahe zu bringen. Plauener Spitze – ich glaub, den mitlesenden Frauen muss man nicht erklären, dass wir uns im Spitzenparadies befanden. Der anschließende Besuch im Shop der Manufaktur ließ manchen Ehemann etwas irritiert gucken. Die Frauen wollten sich schwer trennen und mit etwas mehr Zeit wäre sicher so manche Einkaufstüte zusätzlich im Bus gelandet.


 
Zum Mittagessen erwartete uns in 511 Metern Höhe die Kuhbergbaude Netzschkau. Wir konnten ebenfalls an der Kuhbergbaude den besonderen Besuchermagnet, eine Eisenbahnanlage mit 30 Lokomotiven auf 500 m Schienen mit liebevoll gestalteten Miniaturen, u. a. auch einer Nachbildung der Göltzschtalbrücke, bestaunen. Ein Augenschmauss für Modellbahnliebhaber und wohl auch alle anderen.

Anschließend fuhren wir zur Talsperre Pöhl, wo wir eine schöne Rundfahrt mit dem Schiff durchführten. Mit einer Länge von 7 km und einer Breite von 2 km ist das „Vogtländische Meer“, wie die Talsperre auch gern genannt wird, die drittgrößte Talsperre Sachsens. Uns erwartete eine herrliche Landschaftskulisse und wir fuhren mit schönen Eindrücken zurück.



Am Abend fand ein Tanzabend mit Pavel Siegl statt, wo wir in gemütlicher Runde und beim Tanz die Erlebnisse ausklingen lassen konnten.

Am Freitag traten wir dann die Rückreise an. Es waren wieder ein paar sehr schöne Tage für uns. Ein großes Dankeschön gebührt auch unserem Busfahrer Peter, der uns die ganzen Tage interessantes über Land und Leute erzählte und uns sicher von A nach B und wieder zurück fuhr. Um unser Wohlbefinden an Bord sorgte Christa Poch mit der „Bordapotheke“, der wir auch Danke sagen möchten für die Rundumbetreuung beginnend bei der Organisation über den Reiseverlauf bis zum sicheren Nachhausekommen aller Teilnehmer. Auch das Team um Herrn Kautzsch in unserem Ferienhotel „Haus am Ahorn“ in Kottenheide hat alles getan, dass wir uns rundum wohl fühlten. Unterkunft, Essen und Programm waren perfekt auf uns abgestimmt. Dafür auch ein ganz großes Dankeschön.

Jetzt freuen wir uns auf Kottenheide 2018, wo uns folgendes Programm erwartet:

  • Tagesfahrt nach Bayreuth zur Besichtigung der marktgräflichen Oper (neu restauriert, Weltkulturerbe)
  • Tagesfahrt zur Burg Seeberg und zum Sooser Hochmoor
  •  Halbtagesfahrt nach Erlbach zur Kremserfahrt und zum Alpenhof in Breitenfeld
Genaue Auskunft zur Reise 2018 gibt es bei den Ortsgruppenvorsitzenden der Ortsgruppen Erlau und Frankenau.
Tel.: Christa Poch, Erlau: 03727 92138
Tel.: Marina Schlenzig, Frankenau: 03727 3417


Text und Fotos: © Marina Schlenzig















Dienstag, 4. Oktober 2016

Kottenheide 2016

Irgendwie ist es auch wie ein Virus, der uns befällt, wenn wir Kottenheide hören. Und so waren wir auch dieses Jahr, wie schon Jahre zuvor, wieder mit den Ortsgruppen Frankenau und Erlau auf Tour ins vogtländische Kottenheide.

Unser Bus war bis auf den letzten Platz besetzt und unser Busfahrer Peter genau so lustig drauf, wie schon im vergangenen Jahr.

Ausgerüstet mit genügend Getränken und Bordapotheke konnte die Fahrt am 26. September 2016 ab Wohnort nach Kottenheide beginnen. Christa Poch, die Ortsgruppenvorsitzende von Erlau, unterstützte Peter tatkräftig und es dauerte nicht lange, bis alle im Bus ausreichend versorgt waren.

In Kottenheide angekommen gab es die übliche Begrüßung auf dem Dorfplatz mit Glockengeläut und Begrüßungsschnaps. Glockengeläut deshalb, damit die Einwohner des Ortes wussten, dass wieder mehr Besucher im Ort sind als der Ort Einwohner hat.



Am nächsten Tag fuhren wir nach dem Frühstück ins Sormitztal und nach Bad Steben. Wir konnten in Heinrichshütte eine Schaugießerei mit angeschlossener Ausstellung und die größte Dampfmaschine der ehemaligen DDR besichtigen.


Anschließend konnten wir in einem original Thüringer Gasthaus unser Mittagessen einnehmen und schon ging's weiter nach Bad Steben.











Am Mittwoch schauten wir uns Schöneck mit dem Vogtlandexpress an und am Nachmittag besuchten wir Franzensbad.











Donnerstag war Backkultur angesagt - im Bayerischen Bäckereimuseum Kulmbach, wo wir auch im Bräuhaus unser Mittagessen einnahmen. Auf 1500 m² wurden wir mit vielen Dingen um die Bäckerei vertraut gemacht. So zum Beispiel wurden neben anderen Stationen zwischen Getreide und fertigem Brot die Frage beantwortet: Wie viele Arbeitsschritte sind notwendig, bis aus Mehl Brot wird? Wie wurde früher und wie wird heute Brot gebacken? Wie bäckt man welches Brot in anderen Ländern? Und natürlich konnten wir am Ende der Besichtigung frisches Brot aus dem Steinbackofen der Museumsbäckerei und ein Glas leckeres Bier kosten.








Abends fand dann das obligatorische Eimeressen und der Tanzabend mit Pavel Siegl statt - ein schöner Abschluss unseres Kurzurlaubes.




Gut gelaunt traten wir am Freitag nach dem Frühstück die Rückreise an - im Gepäck das Programm für 5 Tage Naturparadies Kottenheide vom 18.09. - 22.09. 2017.

Das Rezept "Brotauflauf mit Hackfleisch" war übrigens sehr interessant:

Zutaten:
500 g altbackenes Brot, 400 ml Milch, 3 Eier, Salz, Pfeffer, 1 Zwiebel, 50 g Räcuherspeck, 200 ml saure oder süße Sahne, 500 g Hackfleisch, 4 EL Parmesan-Käse

Zubereitung:
Eine Auflaufform fetten und das Brot würfeln. Die Hälfte der Milch mit den Eiern verquirlen, mit Salz und Pfeffer würzen. Zwiebeln würfeln, Rauchspeck würfeln, anbraten, Zwiebeln dazu geben und hackfleisch mit anbraten. Brot, Hackfleischmasse und die Eiermilch schichtweise in die Auflaufform geben und mit Brot abschließen. Die restliche Milch mit der sauren Sahne und dem Parmesan verrühren und über den Auflauf geben, Butterflöckchen darauf und 50 Minuten im vorgeheizten Backofen backen.