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Montag, 26. Mai 2014

Spenden für Behinderte





Am Freitag, dem 23. Mai 2014, trafen sich Vertreter der Volkssolidarität Ortsgruppen Erlau, Mittweida, Altmittweida und Frankenau sowie die Geschäftsführerin des Volkssolidarität Regionalverbandes Freiberg e.V., Angela Gronwaldt, mit dem Geschäftsführer der Mittweidaer Werkstätten der Lebenshilfe Mittweida e.V., Dieter Störr, vor dem Werkstättenkomplex an der Leipziger Straße in Mittweida. Grund des Treffens war die symbolische Spendenübergabe aus den Mitteln der Listensammlung der Volkssolidarität im September vergangenen Jahres. Es war festgelegt worden, dass ein Teil der im Raum Mittweida gesammelten Spendenmittel für ein Projekt im Territorium Verwendung finden soll. Mit der getroffenen Auswahl Behindertenwerkstatt der Lebenshilfe in Mittweida hatten wir ein gutes Gefühl. Und wir sollten Recht behalten. Die Spendenmittel fanden Verwendung für den Kauf einer Eckcouch für die Behinderten in der Werkstatt.
Herr Störr führte die kleine Delegation durch alle Räume und mich persönlich beeindruckte sehr, mit welchem Engagement Herr Störr hinter seinen Aufgaben steht. Ich hatte das Gefühl, sein Beruf ist auch Berufung. Mit warmen und herzlichen Worten schilderte er seinen Werdegang, die Aufgaben und Leistungen der Werkstätten, aber auch den Arbeits- und Lebensraum der dort Tätigen.  Ca. 200 geistig, körperlich, seelisch und mehrfach behinderten Menschen wird in den Mittweidaer Werkstätten die Teilhabe am Arbeitsleben ermöglicht. Sie werden gefördert sowie beruflich und sozial eingegliedert.
Wir konnten uns beim Rundgang durch die Werkstätten davon überzeugen, mit welch großem Engagement sich Herr Störr und die dort beschäftigten Mitarbeiter um diese Menschen kümmern. 

Die Ausbildung erfolgt in 5 Bereichen. Bei der Metallbearbeitung erfolgen Arbeiten u. a. für Sanitärarmaturen, Blitzschutztechnik usw., im Elektrobereich erfolgt Kabelkonfektionierung, Pressen von Kontakten, Lötarbeiten, Montage von Leuchten, Steckdosen u.v.m. Der Bereich Verpackung befasst sich mit Sortier-, Abzähl-, Verpackungs-, Klebe und Heftarbeiten. Es werden Foliebeutel gefüllt und verschweißt. Vor allem bei den Frauen fanden die Arbeiten, die in der Wäscherei vorgestellt wurden, große Beachtung. Es erfolgt dort Waschen, Trocknen, Mangeln, Legen und Bügeln von schrankfertiger Berufs- und Tischwäsche. Uns wurde berichtet, dass die Wäscherei 380 bis 400 Kunden beliefert, dort arbeiten 10 Behinderte, die ca. 2 Tonnen Wäsche pro Woche bewältigen. Ein weiterer Bereich ist die Garten- und Landschaftspflege, wo die Beschäftigten Grünanlagen anlegen und pflegen, Hecken-, Baum- und Rasenschnitt vornehmen sowie Schnittgut beräumen. In einem besonders geschützten Bereich werden 35 Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung nicht unter Leistungsdruck arbeiten können, in drei Gruppen betreut.
Natürlich konnten wir nicht umhin, uns gemeinsam auf die in der Werkstatt befindliche Waage zu stellen - es kam ganz schön was zusammen. Und niemand traute sich allein auf die Waage. 


Wir freuen uns, dass wir mit unserer Spende einen kleinen Beitrag für die dort betreuten behinderten Menschen leisten konnten.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Was sind "Soziallotsen"




 

4 Teilnehmer des Volkssolidarität Regionalverbandes Freiberg e.V. konnten am 10. Oktober 2013 die Fachtagung „Vernetzung der Mitgliederarbeit – Soziallotsen in der Volkssolidarität“ besuchen. 






Inhaltlich befasste man sich zunächst mit dem Begriff „Soziallotsen“. Anschließend setzten sich die Teilnehmer mit dem dahinter stehenden Konzept auseinander. Es ging darum, welche Angebote die Volkssolidarität bezüglich Sozialberatung für Mitglieder und Interessenten anbieten kann. Dabei wurde sowohl auf die Möglichkeiten als auch die Grenzen dieses Angebotes eingegangen. 




Soziallotsen als Ehrenamt sind Wegweiser zum Erhalt von Hilfe. Sie bieten keine Beratung an, helfen aber durch Vermittlung von Erstkontakten zu professionellen Diensten der Volkssolidarität oder anderen sozialen Netzwerkpartnern. 

Einig waren sich die Teilnehmer, dass es unbedingt einer professionellen Schulung der Soziallotsen bedarf, um dieses Ehrenamt durchzuführen. 



Ausschlaggebend für den Wirkungsbereich der Soziallotsen ist auch die Betrachtung, ob ein Einsatz im ländlichen Bereich oder in der Stadt erfolgt. Während in den Städten das Angebot an Hilfen für Pflege, Behindertenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe usw. besser vor Ort erreichbar ist, sieht es im ländlichen Raum schon anders aus. Hier müssen Möglichkeiten der Vernetzung gefunden werden, die diesem Anspruch gerecht werden. 




Die Vorträge der Referenten sowie deren Begleitmaterial bilden eine gute Grundlage, sich mit dem Thema innerhalb der Verbandsgliederungen intensiver auseinander zu setzen. 

Text: Marina Schlenzig
Fotos: Volkssolidarität Bundesverband e.V.