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Donnerstag, 16. März 2017

Neues vom Gärtner

22 Teilnehmer waren unserer Einladung zum Vortrag von Martin Starke, Gartenbau Starke Frankenau, am 22. Februar 2017 gefolgt. Und wir wurden wiederum nicht enttäuscht. Der Vortrag war so aufgebaut, dass jeder etwas lernen konnte.

Thema des Ganzen war "Gärtnern zur Selbstversorgung". Im Trend liegt ja, so viel wie möglich selbst zu machen, Kräuter, Gemüse und Obst zu kombinieren, auch mal etwas auszuprobieren und das ganze möglichst ohne Chemie. Zudem hat Gärtnern auch den Effekt, den Kopf frei zu machen - bereitet also Spaß und Entspannung, wenn man es zum Hobby macht.

Die Vorbereitung für richtiges Gärtnern umfasst unter anderem auch, sich mit Düngung und Kalken auszukennen, etwas über Stark- und Schwachzehrer zu wissen. Wir erfuhren Wissenswertes über rechtzeitiges Ernten, über Unverträglichkeiten und das Mischen von Gemüse und Pflanzen.

Martin Starke veranschaulichte auch, dass es bei wenig Platz im Garten trotzdem viele Möglichkeiten für das Gärtnern gibt. So kann man z. B. 3-D-Kultur im Gewächshaus betreiben, unter Gurken und Tomaten passen auch Salate, Jungpflanzen zwischen Ernteware. Und Rankenpflanzen können auch über das Beet hinaus wachsen.

Abwägen sollte man auch, ob man Chemie im Garten will. Echten Mehltau und Läuse kann man abspülen, hilfreich sind auch Sprühmischungen aus Milch, Öl und Backpulver sowie Netze, Fließe und Klebetafeln.

Winterschlaf muss sein, lernten wir. Wobei es verschiedene Möglichkeiten gibt, den Boden für die nächste Bestellung vorzubereiten. Das Umgraben ist nicht immer ein Muss, der Boden kann mit Hilfsstoffen aufgelockert werden, man kann Winterfrucht anbauen und mal kein Bewuchs ist auch ok. Auf alle Fälle sollte man nicht zu zeitig starten.

Zum Schluss gab es noch kleine Tipps und Tricks, so z. B. je höher der PH-Wert desto besser (7,5), Kalk ist nicht Kalk (Branntkalk), Bodenreaktionen lassen auch mal auf sich warten, früh gießen und immer gleichmäßig, Dünger ist kein Spielzeug - im Zweifel beraten lassen oder nachfragen, mit Krankheiten muss man leben.

Es gab noch einige Beispiele für die Anbauplanung und am Ende der Veranstaltung zog er folgendes Fazit:

  • Selbst gemacht ist selbst gemacht
  • Frischer geht es nicht
  • Man kann nicht immer alles haben
  • Der Boden ist sehr wichtig
  • Oft geht es auch ohne Chemie
  • Planung die die halbe Miete
Wir bedanken uns bei Martin Starke ganz herzlich für diesen informativen Vortrag - selbstverständlich haben wir ihn für 2018 schon mal vorgewarnt - das möchten wir wiederholen.