Donnerstag, 17. Oktober 2013

Schule einmal anders





Wir mussten uns ganz schön sputen, um den Schulbus rechtzeitig zu erreichen. Ziel unserer Fahrt war die Pestalozzischule in Mittweida, wo wir eine Unterrichtsstunde wie zu Kaiserzeiten hatten. Unsere Klassenstärke war mit 20 Personen recht gut besucht. 3 Schüler hatten sich krank gemeldet.

Zu Beginn gab es gleich das Klassenfoto - man konnte ja nicht wissen, ob am Ende alle das Schulziel erreichen.




Herr Oberlehrer war sehr streng. Die Schulordnung musste eingehalten werden. Knaben sahsen rechts und Mädchen links vom Gang.








Während der Schulstunde hatten alle Schüler zu schweigen und dem Oberlehrer zuzuhören.




Lernen mussten wir auch, dass die Hände sauber sein müssen. Die Kontrolle erfolgte sofort - die Strafe ebenfalls: "Ab zum Händewaschen!" - notfalls auch mehrfach.

 

"Hände falten, Schnabel halten, Kopf nicht drehn und sich ansehn, Ohren spitzen, gerade sitzen" - es fiel manchem nicht so leicht.

 


 
Beim gemeinsamen Singen wurde ganz zeitgemäß dem Kaiser Wilhem II.  gehuldigt. Der Gesang - na ja - laut, lange und falsch. Nur Herr Oberlehrer machte alles richtig - ich glaube, der hat heimlich geübt.








Strafe musste auch sein.
"Wer störrisch wie ein Esel war, dazu noch dumm und faul sogar, bekam  die Eselkappe auf und musste auf den Esel rauf."





Der Rohrstock kam ebenfalls zum Einsatz. Es wurde genau geschildert, wo man ihn anwenden konnt. Käthe hatte schon ganz rote Fingernägel, ich glaub, dadurch hatte sie Glück, Herr Oberlehrer hat vom Zuschlagen abgesehen.




Turnen durfte im Unterricht auch nicht fehlen. Wir lernten:
"Turnen ist die beste Medizin, über alle Krankheiten hilft sie hin. Stärkt die Muskeln, reckt die Glieder aus, alle böse Laune treibt sie aus."



Die abschließende Zeugnisausgabe bescheinigte allen Teilnehmern, dass sie "versetzt" wurden. Freudig nahmen sie ihr "Schul-Zeugnis" entgegen.




Dann gab es endlich Pause vom Unterricht. Die mitgebrachten Schulbrote, Obstspieße und der Hopfenblütentee sorgten für gute Laune und stärkten für weitere Unternehmungen. Danke unserem Schulküchenteam Isolde und Alice und unserem Schulbusfahrer Jürgen sowie Herrn Oberlehrer Kreskowsky für einen lehrreichen und amüsanten Abend.


Dienstag, 15. Oktober 2013

Was sind "Soziallotsen"




 

4 Teilnehmer des Volkssolidarität Regionalverbandes Freiberg e.V. konnten am 10. Oktober 2013 die Fachtagung „Vernetzung der Mitgliederarbeit – Soziallotsen in der Volkssolidarität“ besuchen. 






Inhaltlich befasste man sich zunächst mit dem Begriff „Soziallotsen“. Anschließend setzten sich die Teilnehmer mit dem dahinter stehenden Konzept auseinander. Es ging darum, welche Angebote die Volkssolidarität bezüglich Sozialberatung für Mitglieder und Interessenten anbieten kann. Dabei wurde sowohl auf die Möglichkeiten als auch die Grenzen dieses Angebotes eingegangen. 




Soziallotsen als Ehrenamt sind Wegweiser zum Erhalt von Hilfe. Sie bieten keine Beratung an, helfen aber durch Vermittlung von Erstkontakten zu professionellen Diensten der Volkssolidarität oder anderen sozialen Netzwerkpartnern. 

Einig waren sich die Teilnehmer, dass es unbedingt einer professionellen Schulung der Soziallotsen bedarf, um dieses Ehrenamt durchzuführen. 



Ausschlaggebend für den Wirkungsbereich der Soziallotsen ist auch die Betrachtung, ob ein Einsatz im ländlichen Bereich oder in der Stadt erfolgt. Während in den Städten das Angebot an Hilfen für Pflege, Behindertenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe usw. besser vor Ort erreichbar ist, sieht es im ländlichen Raum schon anders aus. Hier müssen Möglichkeiten der Vernetzung gefunden werden, die diesem Anspruch gerecht werden. 




Die Vorträge der Referenten sowie deren Begleitmaterial bilden eine gute Grundlage, sich mit dem Thema innerhalb der Verbandsgliederungen intensiver auseinander zu setzen. 

Text: Marina Schlenzig
Fotos: Volkssolidarität Bundesverband e.V.