Freitag, 2. September 2011

Unsere Buchlesung am 02 September 2011


Da war er nun da, der ersehnte Tag, wo wir uns an einer Buchlesung versuchen wollten. Zu allem Unglück hatten wir noch starke Konkurrenz. In unserer Kirche fand ein thematischer Abend zu „Glauben Christen und Muslime an den gleichen Gott?“ und in Mittweida las Corinne Hofmann in der Stadtbibliothek aus "Afrika, meine Passion". Nun ja, das konnten wir bei der Planung unseres Termins ja nicht ahnen. 

Nichtsdestotrotz - lach, welches Wort - führten wir unsere Buchlesung durch. Immerhin konnten wir 13 Teilnehmer begrüßen. Schade, dass unsere Werbung im Kindergarten Frankenau nicht auf fruchtbaren Boden fiel. Liebe Muttis und Vatis, liebe Großeltern - ihr habt wirklich was verpasst.

Die Kinderbuchautorin Astrid Lose lebt und arbeitet in Sörnzig bei Rochlitz. Sie ist pensioniert und arbeitet als freiberufliche Journalistin. Für uns erzählte sie die Geschichte des Buches "Kleiner Teddy sucht eine Mama" - ja, ihr habt richtig gelesen - sie las nicht, sie erzählte.

So konnten wir u. a. erfahren, dass auch sie in ihrem Leben eine Mutti suchte und letztendlich fand. Schon bei ihrer Geburt wurde sie von ihrer leiblichen Mutter einfach "weggegeben". Und sie hat es wunderbar verstanden, ein pädagogisch wertvolles Buch, so muss man es einfach bezeichnen, zu schaffen, das einfach in keinem Kinderbuchregal fehlen sollte. Allerdings muss man sich beeilen, noch ein Exemplar zu bekommen. Wie Frau Lose mitteilte, wird es diese hochwertige Ausgabe des Buches nicht mehr geben. Tja, den Teilnehmern an der Veranstaltung kann das egal sein, wir haben ja alle ein handsigniertes Exemplar mitnehmen können.

Frau Lose gab zwischen den Erzählungen auch einige Anekdoten zum Buch preis. Einige stimmten traurig, andere wiederum waren sehr lustig. Sehr beeindruckt hat alle die Geschichte des kleinen Mädchens zur Buchlesung in Rochsburg, eine sehr traurige Geschichte. Ein kleines Mädchen - das ihren Eltern wohl ziemlich egal sein musste, so hatte man den Eindruck. Das Mädchen drückte das gekaufte Buch mit beiden Ärmchen nach der Buchlesung fest an ihr Herz und meinte "Das ist meine Mama".

Frau Lose verstand es, ihre Geschichte sehr lebendig und interessant darzustellen. Sie entlockte damit sogar einem Besucher das Urteil "Ich bin total überrascht, wie interessant das sein kann. Ich bin mit so viel Vorurteilen hierhergekommen - Buchlesung - eigentlich lese ich ja gar nicht. Aber das war so interessant, ich glaube, das Buch muss ich doch lesen."

Wie sie uns mitteilte, eine kurze Geschichte durften wir uns schon anhören, wird sie wieder ein neues Buch über ihr Leben schreiben. Die Teilnehmer waren sich einig, dazu hätten wir auch gern wieder eine Buchlesung.

Ein großes Dankeschön an Herrn und Frau Lose für diesen interessanten Abend.




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